Der Ausfall eigenkapitalersetzender Finanzierungshilfen

3. Januar 2018 | Von | Kategorie: Allgemein, Fachbeiträge

Prof. Dr. Hans Ott, StB/vBP

Der Ausfall eigenkapitalersetzender Finanzierungshilfen

Änderung der BFH-Rechtsprechung

Mit seinem Grundsatzurteil vom 11.7.2017 (Az. IX R 36/15) hat der BFH eine für die Praxis bedeutsame Änderung der Rechtsprechung zur steuerlichen Berücksichtigung ausgefallener eigenkapitalersetzender Finanzierungshilfen (Gesellschafterdarlehen
und Bürgschaften) als nachträgliche Anschaffungskosten der Beteiligung im Sinne des § 17 EStG vorgenommen. Für die Zeit nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung
von Missbräuchen (MoMiG) vom 23.10.2008 am 1.11.2008 ist der BFH nämlich zum handelsrechtlich geprägten
Anschaffungskostenbegriff nach § 255 Abs. 1 HGB zurückgekehrt und erkennt ausgefallene Finanzierungshilfen grundsätzlich nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung im Sinne des § 17 EStG an. Gleichzeitig
hat der BFH eine Vertrauensschutzregelung zum zeitlichen Anwendungsbereich der geänderten Rechtsprechung getroffen.

Überblick:

1. BFH-Urteil vom 11.7.2017, Az. IX R 35/16
2. Vertrauensschutzregelung
3. Maßgeblichkeit des handelsrechtlichen Anschaffungskostenbegriffs
4. Ausfall einer Darlehensforderung und § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 EStG
5. Veräußerung der Darlehensforderung
6. Einlagen der Gesellschafter in die GmbH
7. Zusammenfassung

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